Tiere

Ökologische Aufwertungen der landwirtschaftlich genutzten Wiesen und Weiden östlich des Oberbergs sollen den Lebensraum der Feld- und Heidelerche, des Wiesenpiepers und den auf dem Grenchenberg heimischen Fledermausarten erhalten und erweitern. Mit diesen Massnahmen soll ein allfälliger Lebensraumverlust der Tiere im Umkreis der Windenergieanlagen verhindert oder kompensiert werden. Während den ersten drei bis fünf Betriebsjahren werden spezialisierte Umweltbüros Wirkungskontrollen durchführen, um aufzuzeigen, ob sich die Massnahmen tatsächlich positiv auf die betroffenen Arten ausüben.

Zur Verminderung des Kollisionsrisikos mit Zugvögeln wird im Windpark Grenchen erstmals das Radarsystem «BirdScan» eingesetzt, das eine Echtzeit-Messung des Vogelzuges und eine zeitlich beschränkte Abschaltung einzelner Windenergieanlagen erlaubt.

Mit einer gezielten Anpassungen des Mahdregimes in der nächsten Umgebung der Windanlagen können auch die Landwirte mithelfen dafür zu sorgen, das Verhalten von lokalen Greifvögeln wie dem Mäusebussard und dem Milan so zu beeinflussen, dass sie die unmittelbare Umgebung der Anlagen als Jagdrevier tendenziell meiden.

Auch der Wanderfalke ist dem Risiko von Kollisionen mit den Anlagen ausgesetzt. Laut Experten weiss man jedoch verhältnismässig wenig über das Raumverhalten der Falken, insbesondere im näheren Umkreis von Windenergieanlagen. Deshalb ist ab Beginn der Bauphase und auf die Dauer von drei Jahren während des Betriebs ein Monitoring des Wanderfalken mittels GPS-Sendern vorgesehen.

Dank Erfahrungen aus dem angrenzenden Ausland ist davon auszugehen, dass Wildsäuger wie Rehe, Gemsen und Luchse ihren Lebensraum während Störungen vorübergehend meiden, nach einer Gewöhnungsphase jedoch dahin zurückkehren. Mit dem Verzicht der Bauarbeiten in der Setzzeit (Zeit, in der die Jungtiere zur Welt kommen) und in der Dämmerung können negative Auswirkungen auf das Wild gemindert werden. Eine sogenannte Umweltbaubegleitung überwacht in der Bauphase alle Massnahmen, die im Umweltverträglichkeitsbericht verbindlich festgelegt sind.

Warum Grenchenberg?

Erfahren Sie mehr über die Standorte der sechs geplanten Windenergieanlagen.

Daten & Fakten

Hier sehen Sie auf einen Blick die wichtigsten Zahlen zum Windpark auf dem Grenchenberg.

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