Solarstrom – Energie vom eigenen Dach

Eine Photovoltaikanlage – auch PV-Anlage oder Solaranlage genannt – ermöglicht eine unabhängige und ökologische Stromproduktion aus Sonnenenergie. Zudem können die Stromkosten durch den Eigenverbrauch von Solarenergie gesenkt werden. Die SWG unterstützt die nachhaltige Solarstromproduktion und hilft bei Fragen gerne weiter.

 

Bauprozess von Photovoltaikanlagen

1. Machbarkeitsprüfung
Dachzustand: Aufgrund der langen Lebenszeit einer Solaranlage von ca. 30 Jahren sollte das Dach eine vergleichbare Lebenszeit aufweisen. Deshalb empfehlen wir, den Dachzustand vor dem Anlagebau zu prüfen.

Dachstatik: Photovoltaikanlagen belasten das Dach zusätzlich durch ihr Eigengewicht. Deshalb empfehlen wir, die Dachstatik vorgängig abzuklären.

Hausanschlussleitung: Solaranlagen speisen die Energie, welche nicht selbst verbraucht wird, ins Stromnetz der SWG zurück. Deshalb sollte die Hausanschlussleitung auf die maximale Einspeiseleistung dimensioniert sein. Der Installateur kann für Abklärungen gerne mit der SWG Kontakt aufnehmen.

2. Auftragsvergabe: Auf der Website www.swissolar.ch können unter «Solarprofis» Solarunternehmen gefunden werden. Wir empfehlen, mehrere Offerten einzuholen und den Auftrag an das bevorzugte Unternehmen zu vergeben.

3. Baubewilligung: Der Anlagebau muss der Baudirektion in Grenchen gemeldet werden. Im Anschluss entscheidet die Baudirektion, ob eine Baubewilligung nötig ist.

4. Technisches Anschlussgesuch (TAG) / Installationsanzeige (IA): Der Installateur gibt bei der SWG vor Baubeginn ein Technisches Anschlussgesuch sowie eine Installationsanzeige ein. Danach werden die Dokumente von der Hausinstallationskontrolle geprüft und freigegeben.

5. Plangenehmigung: Photovoltaikanlagen > 30 kVA benötigen eine Plangenehmigung vom Eidgenössischen Starkstrominspektorat (ESTI).

6. Bauphase: Sobald alle Genehmigungen vorliegen, kann der Anlagebau beginnen. Dabei sind folgende Schnittstellen zur SWG zu beachten: 
Wandlermessung: Bei einem Anlagenstrom > 80 A ist eine Wandlermessung nötig. Die Stromwandler und Prüfklemmen können Installateure mit dem Dokument «Apparatenbestellung» beantragen.

Messeinrichtung: Ein allfälliger Stromzähler kann der Installateur mit dem Dokument «Apparatebestellung» beantragen. Im Anschluss koordiniert die SWG die Zählermontage mit dem Installateur.

Abschlussarbeiten: Nach der Inbetriebnahme der PV-Anlage muss der Installateur bei der SWG folgende Dokumente einreichen: Sicherheitsnachweis (SiNa), Mess- und Prüfprotokoll Photovoltaik (AC / DC), VNB Abnahmeprotokoll für EEA/Speicher.

7. Beglaubigung: PV-Anlagen ≤ 30 kVA können entweder von einem Elektrosicherheitsberater, einem akkreditierten Auditor oder kostenlos durch die SWG beglaubigt werden. Weitere Informationen zur Beglaubigung befinden sich unter dem folgenden Link:

Manuel Wegmüller

Ihr Kontakt zum Thema «Solar»

Manuel Wegmüller
Projektleiter Unternehmensentwicklung

E-Mail
Telefon 032 654 66 85

 
 

Fördergelder für Photovoltaikanlagen

Die Pronovo AG ist die akkreditierte Zertifizierungsstelle für die Erfassung von Herkunftsnachweisen und die Abwicklung der Förderprogramme für erneuerbare Energien des Bundes. Mit der Einmalvergütung erhalten Anlagenbetreiber/innen Fördergelder im Umfang von ca. 30% der Investitionskosten. Die Einmalvergütung wird in zwei unterschiedlichen Programmen gewährt:

Einmalvergütungen für kleine Photovoltaikanlagen (KLEIV):
Zur KLEIV gehören Anlagen mit einer Leistung von weniger als 100 kWp. Die Fördergelder können nach der Inbetriebnahme beantragt werden.

Einmalvergütungen für grosse Photovoltaikanlagen (GREIV):
Zur GREIV gehören Anlagen mit einer Leistung ab 100 kWp. Die Fördergelder können bereits vor dem Anlagenbau beantragt werden.

Weitere Informationen zu den Fördermitteln können unter www.pronovo.ch eingesehen werden.

Herkunftsnachweis (HKN)

Herkunftsnachweise deklarieren die Stromherkunft der produzierten Energie. Bei PV-Anlagen werden somit pro eingespiesene Kilowattstunde (kWh) Herkunftsnachweise aus Solarstrom generiert, welche einen ökologischen Mehrwert aufweisen. Die SWG kauft in ihrem Netzgebiet für Anlagen < 100 kWp die Herkunftsnachweise zum aktuellen Vergütunssatz ab. Die Vergütung wird jährlich im Regulierungsprozess kalkuliert und kann sich ändern. Weitere Informationen zu den Herkunftsnachweisen können unter www.pronovo.ch eingesehen werden.

RÜCKLIEFERVERGÜTUNG FÜR SOLARSTROM

Die SWG vergütet den eingespiesenen Solarstrom zum aktuellen Rückliefertarif. Für jenen Strom, der hergestellt und selbst verbraucht wird, gibt es keine Entschädigung.

Verwendung des Solarstroms

Solaranlagen weisen eine Lebensdauer von ca. 30 Jahren auf. Während dieser Zeit bestehen verschiedene Möglichkeiten, den produzierten Strom zu verwenden.

Einspeisung ohne Eigenverbrauch

Der Solarstrom wird komplett ins Stromnetz eingespiesen und zum aktuellen Rückliefertarif vergütet. Diese Variante wurde vorwiegend vor 2014 umgesetzt, weil damals der Eigenverbrauch noch nicht im Energiegesetz verankert war.    

 

Einspeisung mit Eigenverbrauch

In erster Linie wird der Solarstrom durch die elektrischen Geräte der Anlagenbetreiberin verbraucht. Ist die Energieproduktion höher als der Verbrauch, wird die überschüssige Energie ins Stromnetz eingespiesen und zum aktuellen Rückliefertarif vergütet. Beim Eigenverbrauch können finanzielle Vorteile erzielt werden, indem die Netzkosten sowie öffentliche Abgaben im Vergleich zum herkömmlichen Netzstrom eingespart werden.
   

 

PV-Contracting

Beim PV-Contracting finanziert, baut und betreibt die SWG eine Photovoltaikanlage einer Gebäudeigentümerin. Die Bedingung ist eine grosse, gut nutzbare Dachfläche von mindestens 200 m2. Die Gebäudeeigentümerin profitiert von einem attraktiven Solartarif für den Eigenverbrauch des Solarstroms. Nachdem die Vertragslaufzeit von 25 Jahren verstrichen ist, besteht die Möglichkeit, die Photovoltaikanlage zu übernehmen, den Vertrag zu verlängern, oder die Anlage durch die SWG zurückbauen zu lassen.  

PV-Anlagen der SWG finden Sie hier.

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